Eine Woche Klettern in der Provence und in der Calenques

15
Aug
2010

So, ist zwar schon ein Weilchen her, aber ich dachte ich schreibe trotzdem noch was über meine Kletterwoche in Südfrankreich Ende Mai 2010…

Los ging es diesmal Ende Mai, genauer gesagt am Samstag, den 22. wie immer mit dem Zug ab Aarau, über Genf nach Avignon. Auch diesmal musste ich nicht allein im Zug reisen, da eine meiner Mitreisenden vor der Abreise vorgeschlagen hat ab Aarau gemeinsam zu fahren. So verging die Zeit bis nach Avignon wie im Flug. In Avignon trafen wir noch 4 weitere Mitreisende und so waren wir auf der Fahrt nach Carpentras, wo uns unser Bergführer abholte, schon zu sechst. Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft, einem alten Kloster, das jetzt als gîte d‘étape fungiert, steißen dann noch zwei weitere Kletterer zu uns, die mit selbst mit dem Auto angereist waren.

Die ersten 4 Tage waren wir rund um Gigondas in den Dentelles de Montmirail an verschiedenen Felsen unterwegs. Immer mit dabei, der strahlende Sonnenschein und grandiose Weitblicke ins Tal.

Nach drei Tagen mussten wir unser Quartier in eine andere gîte bei Gigondas verlegen. Ganz anders als das spartanische Kloster war diese Unterkunft extrem gut ausgestattet. Insbesondere die Küche ermöglichte es uns das ein oder andere Festmahl zuzubereiten und natürlich auch gebührlich zu verspeisen!

Zur Wochenmitte, genauer gesagt am Donnerstag, sind wir dann mit dem Höhenfieberbus Richtung Mittelmeer aufgebrochen, genauer gesagt nach Marseilles. Die Fahrt dorthin bzw. durch Marseilles hindurch war für sich genommen schon ein Erlebnis, vor allem weil unsere geplante Route noch durch eine Demonstration blockiert war.

Unsere Unterkunft am Mittelmeer war eine mitten in der Wildnis gelegene Jugendherberge mit ihrem ganz eigenen Charme: keine öffentlichen Steckdosen, kein Licht ab 24:00 Uhr, kein warmes Wasser und eine Küche mit 8 Gasherdplatten für ca. 50 Personen!

Von dort aus waren wir noch 2 Tage in den Buchten bei Sormiou und Morgiou klettern. Der Höhepunkt dieser Woche war mit Sicherheit eine 5 Seillängen lange Route an den Klippen bei Sormiou (5b-5c).

Am Samstag ging es dann nach einem kurzen Aufenthalt in Marseilles wieder zurück mit dem Zug in Richtung Schweiz. Auch die Rückfahrt war noch recht unterhaltsam, waren wir doch zumindest bis Biel zu viert unterwegs.

Alles in allem war es wieder eine fantastische Woche mit vielen Erlebnissen, dir mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Zum Schluss gibt es wie immer noch ein paar bildliche Eindrücke.

Jahreswechsel 2009/2010 in Sperlonga

31
Jan
2010

Wenn ich mich recht erinnere war ich den vergangenen Jahreswechsel zum ersten Mal nicht im Kalten zu dieser Jahreszeit. Statt dessen hatte ich geplant wieder eine Woche mit Höhenfieber beim Klettern, diesmal in Sperlonga in Italien (an der Küste zwischen Rom und Neapel) zu verbingen.

Los ging die Reise am Samstag, 26.12.2009. Mit dem Zug war ich von Aarau aus über Zürich, Mailand und Rom bis Sperlonga insgesamt 11 Stunden unterwegs. Zum Glück hatte ich auf der ganzen Reise gute Gesellschaft (zwei neue Bekanntschaften von meiner Reise nach Frankreich im Spätsommer waren auch wieder mit von der Partie). Etwas weniger Glück schienen wir mit dem Wetter zu haben: Nachdem ab der italienischen Grenze der Himmel zusehends grauer wurde und hinter Rom dann bis Sperlonga auch noch hartnäckiger Regen Einzug hielt war der Ausblick auf die vor uns liegende Woche schon mal etwas getrübt. Lediglich unser Bergführer verstrahlte eisernen Optimismus und wie sich am nächsten Tag herausstellte sollte er damit auch Recht behalten…

Der Himmel über Sperlonga begrüßte uns am ersten Tag mit strahlendem Sonnenschein und einer steifen Brise, die wohl das letzte Wort behielt, als es in einer Diskussionsrunde mit den Regenwolken um die Besetzung des Himmels über Sperlonga ging. Beklettert wurden an diesem Tag Felsen ganz in der Nähe von Sperlonga, abends kehrten wir dann, und nicht zum letzten Mal, ins Ristoro da Guido ein, einem offenbar bei Kletterern extrem beliebten Etablissement.

An den folgenden Tagen war das Wetter zwar zum Teil nicht ganz so schön wie am Sonntag, aber immer noch ausreichend schön zum Klettern. Nachts hat es zwar häufig geregnet, aber tagsüber hat der Wind die Felsen schön trocken geföhnt und auch die Sonne ließ sich eher häufiger als selten blicken.

Aber selbst an Regentagen (ja, ich geb’s zu, Einen hatten wir dann doch) ist man in Sperlonga als Kletterer nicht zum Nichts-tun verdammt: Etwas weiter südlich von Sperlonga aus liegt die Grotta dell’Arenauta direkt am Strand. Bei Regen offenbar eine beliebte Location zum Klettern. Sehr zum Leidwesen einiger meiner Mitreisender (und auch zu meinem) sind Routen im Bereich 6a das einfachste was man dort so findet. Aber schließlich bin ich nicht zum Bauklötzen staunen über 10 Stunden nach Italien gefahren und hab’s dann schließlich geschafft eine 6a-Route im Vorsteig zu klettern!

Ein weiteres Highlight dieser Woche war meine erste Mehrseillängenroute: bei Gaeta (süd-östlich von Sperlonga) kann man direkt an ins Meer abfallenden Klippen klettern. Das Sahnehäubchen ist die Tatsache, dass man nicht von unten in die Route einsteigt, dann hochklettert und anschließend wieder abseilt, sondern zunächst vom oberen Ende der Route 150m abseilt um dann anschließend wieder nach oben zu klettern. Obwohl die erste Seillänge dank der vom Salzwasser schön abgerundeten Griffe und Tritte etwas ekelig zu klettern war (Warum bin ich noch mal hier? Ach ja: Klettern macht mir Spaß!!) hat die ganze Aktion dann doch sehr viel Spaß gemacht. Die Kulisse direkt über dem Meer kletternd hat natürlich ebenso ihren Teil dazu beigetragen wie die Sonne, die uns die ganze Zeit und im Lauf der Zeit sogar immer mehr angelacht hat.

Aber auch abseits der Felsen hatten wir unseren Spaß. Denn wer sagt denn, dass man in so einer Küche nur gemeinsam kochen, essen, trinken und sich unterhalten kann… Man kann auch einfach mal die Decke vom Tisch nehmen und dann in allen möglichen Varianten versuchen diesen zu umklettern (man entwickelt da mit der Zeit so einen Blick, der einen auf einmal überall Griffe und Tritte sehen lässt…).

An Sylvester schließlich haben wir uns nach einem ausgiebigen Mahl auf einen Platz in Sperlonga begeben auf dem offensichtlich eine Party statt finden sollte. Dank leichtem Nieselregen kam die Party zwar eher stockend in Gang dauerte dafür aber bis 4 Uhr in der Früh und ich denke wir haben mit unserem Platzbedarf, der mindestens dreimal so hoch war wie der eines jeden Anderen den Einheimischen ordentlich gezeigt, wie man das erste Jahrzehnt im 3. Jahrtausend abschließt!

Der erste Januar lief dafür eher gemütlich ab. Das Wetter war zum Klettern sowieso nicht besonders geeignet und so sind einige aus der Gruppe zusammen nach Neapel gefahren um uns dort heiße Schwefelquellen anzusehen.

Am Samstag, 2.10.2010 ging’s dann wieder zurück mit dem Zug von Sperlonga über Rom, Mailand und Zürich bis nach Aarau. Auch diesmal fuhren wir wieder ein ziemlich großes Stück fast alle zusammen gen Heimat, was die ganze Reise zum Schluss noch schön abgerundet hat.

Also was soll ich sagen, man ließt es ja eigentlich selbst, es war wieder ein toller Urlaub. Auch das Wetter hat super mitgespielt, bis auf den Letzten konnten wir jeden Tag klettern und auch die Stimmung in der Gruppe war super.

Zum Schluss gibt’s wie immer noch ein paar Bilder!

Urlaub 2009: Klettern in den Cevennen

07
Oct
2009

So Ende September und ich schaffe es endlich mich für zwei Wochen von der Arbeit loszueisen. Für die erste freie Woche hatte ich einen einwöchigen Kletterausflug in die Region Orpierre in Südfrankreich gebucht. Drei Wochen vor Abreise wurde mir dann leider mitgeteilt, dass die Reise aufgrund des Teilnehmermangels (nur 2 Anmeldungen) abgesagt werden muss. Die überaus freundliche Mitarbeiterin aus dem Büro des Veranstalters hat mir dann allerdings geholfen eine Ersatzreise bei einem anderen Veranstalter (Höhenfieber) in die Cevennen in der Nähe von St. Hippolyte du Fort zu buchen.

So ging es also am Samstag, 26.10.2009 zunächst mit dem Zug von Aarau aus nach Genf, dann weiter nach Lyon-Part-Dieu und von dort mit dem TGV nach Nîmes wo bereits die anderen 6 Reiseteilnehmer auf den Bus nach St. Hippolyte du Fort warteten. Dort wurden wir dann von unserem Bergführer und seinem Kollegen mit dem VW-Bus abgeholt und zu unserer Unterkunft, einem sehr schönen Ferienhäuschen mitten in der Pampa gebracht.

Die folgenden 6 Tage fuhren wir jeden Tag an einen anderen Felsen in der Umgebung um dort den ganzen Tag zu klettern. Das Wetter unterstützte uns dabei mit dauerndem Sonnenschein und nahezu wolkenlosem Himmel. An einem Nachmittag wurde es uns dann tatsächlich sogar zu heiß und so haben wir kurzerhand die nahe gelegene Grotte des Demoiselles besichtigt, ein sehr beeindruckender Verbund von Grotten, deren größte, die sog. Cathédrale 52m hoch, 48m breit und 120m lang ist.

Auch landschaftlich wurde uns einiges geboten, zum Teil extrem weite Sicht (vor allem am Ende einer Route) über die uns zu Füßen liegende Landschaft.

Abends wurde dann nach einer kurzen Abkühlung im Pool gemeinschaftlich gekocht und gegessen und der Abend mit Erzählungen und Unterhaltungen beendet.

Am Samstag, 03.10.2009 ging es dann zunächst mit dem VW-Bus nach Nîmes, von dort mit dem TGV zurück nach Lyon-Part-Dieu und anschließend mit dem Zug über Genf zurück nach Aarau. Die Rückfahrt war auch noch sehr nett, da ich bis Aarau mit mindestens 2 weiteren Reiseteilnehmern zusammen reisen konnte.

Insgesamt hat mir die Woche sehr viel Spaß gemacht und ich glaube auch, dass ich eine Menge gelernt habe (nicht zuletzt, dass Klettern am Fels noch viel mehr Spaß macht als in der Halle!). Zum Abschluss gibt es noch ein paar bildliche Eindrücke meiner Reise.

Montreux Jazz Festival 2009

17
Jul
2009

Ein Studienkollege von mir hatte mich gefragt, ob ich Lust hätte mit nach Montreux zum Jazzfestival zu fahren und ich hab kurzerhand zugesagt und so sind wir zusammen mit seinem Bruder für 3 Tage dort hin gefahren.

Wir sind am Montag, 13.07.2009 abgefahren und hatten für die zwei folgenden Abende Konzertkarten:

Das Konzert am Montag Abend fand im Auditorium Stravinski statt und bestand aus dem Auftritt dreier Künstler: Rachelle Ferrell, George Benson und George Duke. Im Anschluss an das Konzert gabs noch einen Late-Night-Jam mit George Duke und vielen anderen Künstlern, die scheinbar wahllos auf der Bühne erschienen. Um 03:30 Uhr am Dienstag Morgen war die Show dann vorüber und wir sind totmüde und mit Plattfüßen (Stehplätze^^) zurück zum Campingplatz.

Der Dienstag hat für uns dann dementsprechend später begonnen und selbst dann war an große Aktivitäten nicht zu denken. So haben wir uns einfach Richtung Genfer See begeben um den Nachmittag am und im Wasser bzw. in der Sonne zu verbringen. Abends hatten wir dann Karten für das Konzert in der Miles Davis Hall bei dem John Scofield Piety Street Band und McCoy Tyner Trio auftraten. Ab 00:00 Uhr am Mittwoch Morgen gabs kubanischen Latinjazz mit Chucho Valdés.

Am Mittwoch Morgen gings dann zurück nach Hause.

Hier noch ein paar Fotos von dem Spektakel:

Für meine Begriffe waren das drei fantastische Tage. Montreux ist eine sehr schöne Stadt mit einer tollen Lage direkt am Genfer See und die Athmosphäre beim Jazzfestival ist einfach nur genial.

In diesem Sinne: Good-bye Montreux, see you in 2010!

Mein Blog öffnet die Pforten!

01
Jul
2009

So, ob das so eine gute Idee war, weiß ich nicht, schließlich hab ich schon so manche Website aus dem Boden gestampft, die dann an akutem Inhaltsmangel litt!

Na ja sei’s drum, macht ja schließlich auch Spaß immer an irgendetwas herumbasteln zu können. Wie der ein oder andere vielleicht schon vermutet hat ist auch dieser Blog auf Basis meines Lieblings-PHP-Frameworks CakePHP entwickelt worden und ich habe vor nach und nach einige Posts für eine Art Making-Of zu verfassen.

Womit wir auch schon beim Thema wären, worüber ich hier überhaupt schreiben möchte. Meine ursprüngliche Idee war es über technische Themen zu schreiben, die mir entweder beruflich oder aus purem Interesse über den Weg laufen. Große und kleine Probleme, die mir mehr oder weniger den letzten Nerv rauben oder Ideen, die ich habe, die vielleicht noch andere interessieren könnten.

Hin und wieder werde ich auch aus meinem Privatleben berichten, z.B. aus dem Urlaub.

So, das waren jetzt schon mal wieder viele gute Vorsätze, mal sehen wie sich die Sache hier so entwickelt. Der gelbe Balken auf der rechten Seite lässt vermuten, dass mein Blog auch noch nicht ganz fertig ist, sondern dass ich durchaus noch Ideen für weitere Features habe.

Natürlich hoffe ich, dass sich hin und wieder mal jemand hierher verirrt und vielleicht eine nützliche Information für ein aktuelles Problem findet. Falls jemand meint er hätte etwas wichtiges zu einem der hier geposteten Themen zu sagen kann er oder sie gerne die Kommentierfunktion benutzen!

Bis dahin alles Gute!

Michael

Tags: general