Eine Woche Klettern in der Provence und in der Calenques
So, ist zwar schon ein Weilchen her, aber ich dachte ich schreibe trotzdem noch was über meine Kletterwoche in Südfrankreich Ende Mai 2010…
Los ging es diesmal Ende Mai, genauer gesagt am Samstag, den 22. wie immer mit dem Zug ab Aarau, über Genf nach Avignon. Auch diesmal musste ich nicht allein im Zug reisen, da eine meiner Mitreisenden vor der Abreise vorgeschlagen hat ab Aarau gemeinsam zu fahren. So verging die Zeit bis nach Avignon wie im Flug. In Avignon trafen wir noch 4 weitere Mitreisende und so waren wir auf der Fahrt nach Carpentras, wo uns unser Bergführer abholte, schon zu sechst. Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft, einem alten Kloster, das jetzt als gîte d‘étape fungiert, steißen dann noch zwei weitere Kletterer zu uns, die mit selbst mit dem Auto angereist waren.
Die ersten 4 Tage waren wir rund um Gigondas in den Dentelles de Montmirail an verschiedenen Felsen unterwegs. Immer mit dabei, der strahlende Sonnenschein und grandiose Weitblicke ins Tal.
Nach drei Tagen mussten wir unser Quartier in eine andere gîte bei Gigondas verlegen. Ganz anders als das spartanische Kloster war diese Unterkunft extrem gut ausgestattet. Insbesondere die Küche ermöglichte es uns das ein oder andere Festmahl zuzubereiten und natürlich auch gebührlich zu verspeisen!
Zur Wochenmitte, genauer gesagt am Donnerstag, sind wir dann mit dem Höhenfieberbus Richtung Mittelmeer aufgebrochen, genauer gesagt nach Marseilles. Die Fahrt dorthin bzw. durch Marseilles hindurch war für sich genommen schon ein Erlebnis, vor allem weil unsere geplante Route noch durch eine Demonstration blockiert war.
Unsere Unterkunft am Mittelmeer war eine mitten in der Wildnis gelegene Jugendherberge mit ihrem ganz eigenen Charme: keine öffentlichen Steckdosen, kein Licht ab 24:00 Uhr, kein warmes Wasser und eine Küche mit 8 Gasherdplatten für ca. 50 Personen!
Von dort aus waren wir noch 2 Tage in den Buchten bei Sormiou und Morgiou klettern. Der Höhepunkt dieser Woche war mit Sicherheit eine 5 Seillängen lange Route an den Klippen bei Sormiou (5b-5c).
Am Samstag ging es dann nach einem kurzen Aufenthalt in Marseilles wieder zurück mit dem Zug in Richtung Schweiz. Auch die Rückfahrt war noch recht unterhaltsam, waren wir doch zumindest bis Biel zu viert unterwegs.
Alles in allem war es wieder eine fantastische Woche mit vielen Erlebnissen, dir mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Zum Schluss gibt es wie immer noch ein paar bildliche Eindrücke.
